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Hans-Jürgen Francois, Günter Katz und Karin Zorell haben Bronner-Schule über viele Jahre geprägt

In einer Feierstunde am letzten Schultag vor den Sommerferien verabschiedete die Schulleiterin der Johann Philipp Bronner Schule Wiesloch, Susanne Zimmermann, und das Lehrerkollegium die Lehrer Hans-Jürgen Francois und Günter Katz in den Ruhestand sowie Karin Zorell ins Allgäu.

Karin Zorell wuchs in Wangen im Allgäu auf und  legte am dortigen Wirtschaftsgymnasium ihr Abitur ab, bevor sie von 1993-1999 an der Universität Mannheim das Studium der Wirtschaftspädagogik abschloss. Währenddessen war sie auch ein Jahr an der Arizona State University (USA), um neben der BWL ihr Zweitfach Englisch zu vertiefen. Nach einer zehnjährigen Anstellung bei der SAP SE in Walldorf, Elternzeit und freier Mitarbeiterschaft für den Softwarekonzern, kam sie 2012 als Referendarin an die Bronner-Schule und war ab 2013 als Studienrätin für die Fächer (internationale) Betriebswirtschaftslehre, Englisch und Geschäftsprozesse tätig. Mit ihrer Zuverlässigkeit und perfektionistischen Organisationsstruktur leitete sie die Fachschaft BWL, baute den internationalen Zug der Betriebswirtschaftslehre am Wirtschaftsgymnasium auf. Für das Software-Anwendungsfach Geschäftsprozesse habe sie neue zielführende Konzepte erarbeitet und über die Jahre zwei Softwares eingeführt. Zudem sei sie Mentorin für Praktikanten und Referendare gewesen. „Ihr Weggang ist im internationalen Zug des Wirtschaftsgymnasiums eine große Herausforderung für unsere Schule! Dennoch verstehen wir ihren Wunsch zurück in die Heimat zur Familie ins Allgäu zu gehen.“, schloss Schulleiterin Zimmermann ihre Verabschiedung.

Das Bronner-Urgestein Hans-Jürgen Francois legte sein Abitur im Saarland, seiner Heimat, ab und begann nach einer Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel 1981 das Studium der Wirtschaftspädagogik mit Geschichte-Gemeinschaftskunde an der Universität Mannheim. An die Bronner-Schule kam er 1987 als Referendar und nahm 1989 die Lehrtätigkeit dort auf. Als Pressebeauftragter und Schulfotograf hielt er ab 1991 auch als freier Mitarbeiter der Wieslocher Woche und der Rhein-Neckar-Zeitung den Kontakt zu den Printmedien für die Schule. 2000 wurde er zum Oberstudienrat befördert. Seine große Stärke sei die Beziehung und Bindung zu den Schülern gewesen, wodurch er 34 Jahre lang nahe den Schülern als Pädagoge habe wirken können, so die Schulleiterin. Dies habe sich über Jahrzehnte auch in der jährlichen Wahl als Verbindungslehrer durch die Schüler gezeigt. Neben seinem Engagement zum Seminarkurs verantwortete er die Gestaltung der Schulschaukästen, war er BLV-Verbandsbeauftragter, stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer des schuleigenen Fördervereins, Pionier bei der Einführung der Kennenlern-Tage in Bad Dürkheim sowie Prüfer bei der IHK und Handwerkskammer für verschiedene Ausbildungsberufe. In seinem letzten Schuljahr wirkte er pandemiebedingt nicht mehr im Präsenzunterricht, sondern verantwortete als digitaler Lern-Coach für sieben Schüler den dauerhaften Online-Fernlernunterricht.

Pädagoge Günter Katz, welchen Schulleiterin Zimmermann als kollegialen Vermittler, Genießer und kaufmännischen Experten charakterisierte, legte nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium 1978 zunächst eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann ab. Das Studium der Wirtschaftspädagogik mit Geschichte-Gemeinschaftskunde an der Universität Mannheim absolvierte er von 1983 bis 1988, nach einem Jahr Tätigkeit in der Personalabteilung von ABB in Mannheim legte er sein Referendariat von 1988 bis 1991 an der Handelslehranstalt Bruchsal ab. Danach war er als Lehrer an der Handelslehranstalt Bretten tätig, bevor er 1996 an die Wieslocher Bronner-Schule kam, an der er 2003 zum Oberstudienrat befördert wurde. Hier engagierte er sich getragen von seiner ausgewogenen Persönlichkeit viele Jahre als Personalrat, Mentor und Ausbildungslehrer für Referendare und Praktikanten, Lernmittelverwalter, Fachschafts-Leiter Geschichte-Gemeinschaftskunde sowie in der Ausbildung der staatlich geprüften Wirtschaftsassistenten im Berufskolleg. „Dieser Genussmensch durch und durch war nicht nur der Hüter unserer Schulbücher, sondern auch ein Mann der ehrlichen Töne, die er aber immer ruhig, gelassen und unaufgeregt positionierte“, kennzeichnete Zimmermann seine Wesenszüge.

Mit der Übergabe der Urkunden zur Zurruhesetzung an die beiden Pädagogen dankte Oberstudiendirektorin Zimmermann sowie der Personalrat im Namen des Lehrerkollegiums für die teils sehr lange Dienstzeit und dem umfassenden Engagement an der Bronner-Schule.

Text & Bild: Benjamin Starke


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