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„Wir sind Stars und Vorbilder für nachfolgende Generationen geworden“

Corona-bedingt fand die Absolventenfeier des Wirtschaftsgymnasiums der Johann Philipp Bronner Schule für die Schüler des Abiturjahrgangs 2020 erstmals nicht im Harres sondern „open Air“ im Pausenhof der Schule gemeinsam mit je zwei Begleitpersonen und den Lehrern des Jahrgangs statt. Zuvor angestellte Überlegungen die Feier ins Autokino Waghäusel, den Schlosspark Angelbachtal, ins Wieslocher Stadion oder in die Aula des Berufsschulzentrums unter Ausschluss von Begleitpersonen dafür mit Live-Stream zu den Eltern zu verlegen, wurden von den Abiturienten verworfen.

Der Abteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums (WG), Claus Lorenz, begrüßte zu der außergewöhnlichen Feierstunde in außergewöhnlichen Zeiten im Schulhof. Vor einigen Wochen habe er eine solche Feier nicht für denkbar gehalten und sicher gehe dieser Abiturjahrgang in die Schulgeschichte als Corona-Jahrgang ein, weshalb die Schüler in besonderer Erinnerung bleiben würden, so Lorenz. Alle 65 zur mündlichen Abiturprüfung angetretenen Schüler haben die diesjährigen Prüfungen erfolgreich abgeschlossen und die Absolventen des internationalen Zuges des WGs erhalten mit einem zusätzlichen Zertifikat das internationale Abitur, berichtete der Abteilungsleiter.

In ihrer Ansprache zeigte sich Schulleiterin Susanne Zimmermann überzeugt, dass die Absolventen trotz Corona-Krise an der Bronner-Schule bestens auf die Abschlussprüfungen vorbereitet gewesen seien. Die schriftlichen Prüfungen hätten im Schwierigkeitsgrad keinen Bonus aufgewiesen. Dennoch habe der Abiturjahrgang mit einem Notenschnitt von 2,49 etwas besser abgeschnitten als die letzten Jahrgänge. Die Schulleiterin erinnerte, dass dieses Schuljahr und damit einhergehend die vielfältigen Abi-Feiern der Schüler völlig anders geplant gewesen seien. Dies sei: „Ein Grund die Ärmel hoch zu krempeln und sich zu sagen: Jetzt erst recht!“, so Zimmermann. Mit dem höchsten schulischen Bildungsabschuss schickte sie die Absolventen in die nächste Runde ihres jungen Lebens und verband dies mit der Hoffnung, dass die Abiturienten die vergangenen drei Jahre an der Bronner-Schule mit „Mehr als nur Schule“ verbinden.

Jonas Lehmann kam dieser Hoffnung in seiner Rede als Jahrgangsvertreter nach. Passend zum Abi-Motto „Abiflix“, abgeleitet vom Streaming-Dienst „Netflix“, blickte er zunächst auf die vergangenen drei Jahre und die Erlebnisse der „Stars und Sternchen“ in dieser Schule bis zum Abitur. Weiter überlegte er, wo die Schule „Mehr als nur Schule“ sei und wo es noch Ausbaupotential gäbe. Appellierend rief er seinem Abi-Jahrgang zu: „Wir haben das Abitur geschafft und sind damit Stars also Vorbilder geworden, besonders für nachfolgende Generationen, die nun zu uns empor schauen. Ich wünsche uns, dass wir es schaffen uns auch sozial, engagiert und verbindlich in die Gesellschaft einzubringen, denn dann werden wir noch länger, noch heller und noch nachhaltiger als Sterne leuchten!“

Die Auszeichnung besonderer Leistungen erfolgte durch Schulleiterin, Fachlehrer und Tutoren, bevor die Abiturienten ihr Zeugnis zur Allgemeinen Hochschulreife aus den Händen eben dieser erhielten.

Vor der Zeugnisvergabe wandte sich die Scheffelpreisträgerin Lara Schneider-Fresenius an die Feiergesellschaft. Dabei widmete sie sich ihrem Prüfungs-Essay-Thema: „Heimat“. So sei die Bronner-Schule in den vergangenen drei Jahren zur alltäglichen und liebgewonnen Heimat geworden, auch wenn zu Beginn der 11. Klasse die neuen Lehrer, neuen Fächer, neuen Mitschüler, neuen Gebäude und Räume zunächst verunsichert hätten. Sie dankte den Eltern für die besondere moralische Unterstützung gerade während der Corona-Pandemie und allen Beteiligten, die zum Abitur-Erfolg beigetragen hätten. „Mit den Abitur-Zeugnissen ist unsere Schulzeit vorbei. Diese Schulzeit an der Bronner-Schule ist nun ein Teil unserer alten Heimat geworden, die uns alle geprägt hat!“, schloss die Scheffelpreisträgerin.

Musikalisch sorgte der Saxophonist Thomas Engelhart für Unterhaltung. Im inoffiziellen Teil überreichten die Tutoren Dr. Bettina Sieber, Ursula Vomstein, Tim Keller und Katrin Bundschuh scherzhafte Preise, „die Johanns“, für besondere Unikate des Jahrgangs.

Die Abiturienten bedankten sich bei ihren Lehrern und die Verbindungslehrer, Stephanie Hagel, Hans-Jürgen Francois und Benjamin Starke, überreichten den kurz vor der Schulschließung erkämpften Volleyball-Turnier-Pokal an die Siegermannschaft des Abiturjahrgangs.

 

Ein Lob erhielt für ihre guten Leistungen (Schnitt besser als 2,3):

Thomas Käfer, Madeleine Fessler, Aileene Zeeb, Jonas Lehmann, Philipp Meyer, Luis Seitz, Maximilian Erhard, Liane Levko und Vanessa Limant.

 

Einen Preis erhielt für ihre sehr guten Leistungen (Schnitt besser als 2,0):

Lara Schneider-Fresenius, Kiona Strauch, Eliza Salihu, Sara Rashed, Lucas Horvath, Milan Zimmermann, Vivienne Fleischmann, Elena Martin, Laura Richter, Katharina Heid, Nell Gramlich, Lisa Grill, Mika Große-Stoltenberg, Sebastian Steuer, Özge Kazan und Cara Kistner (Jahrgangsbeste mit 1,1).

 

Fachpreise:

Schulpreis Ökonomie von Südwestmetall: Cara Kistner; Scheffelpreis (Deutsch): Lara Schneider-Fresenius; Anton-Tschechow-Preis (Russisch): Anita Robert; Mathematik-Preis, gestiftet von ehemaligen Schülern des WG: Nell Gramlich; Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: Sebastian Steuer; Thomas-Naogeorgus-Preis der evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch: Katharina Heid; Leonhard-Happel-Preis der katholischen Kirchengemeinde Wiesloch-Dielheim: Elena Martin; Bronner-Preis für soziales Engagement zum Wohle der Schule: Jonas Lehmann.

 

Text & Bilder: Benjamin Starke


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Termine

07. August 2020

Schüleraufnahme BK+WG (Online)

xx:xx Uhr


14. September 2020

Unterrichtsbeginn laut Einbestellungsplan (siehe Abt-Seiten: Downloads)

xx:xx Uhr


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