Aktuelles

Spanienaustausch in Santomera/Murcia

Freitag, 18.10.2019:
Schulbesuch, Spaziergang durch Santomera und Betriebsbesichtigung

Morgens kamen wir alle um 8:00 Uhr zur Schule. Dort bereiteten wir uns eine Stunde auf unsere Präsentationen über unsere Region vor. Diese hielten wir vor jüngeren, spanischen Schülern.

Anschließend besichtigten wir ihre Heimatstadt, Santomera, und wurden im Rathaus begrüßt. Über eine Wasserstraße (Kanal) ging der Weg weiter durch eine große Zitronenplantage. Nachdem wir diese durchquert hatten, kamen wir zu der Firma Babyplant, die uns vorgestellt wurde. Babyplant pflanzt Samen in Torf und zieht diese zu Setzlingen in riesigen Treibhäusern groß. Diese exportieren sie unter anderem nach Deutschland und ganz Europa.

Wir liefen den Weg zurück zur Schule und hatten eine Stunde Zeit für uns, die wir in Cafés oder auch in Supermärkten verbrachten, bevor die Austauschpartner aus der Schule kamen.

Nach gemeinsamer Zeit mit den Gastfamilien am Nachmittag, trafen wir Schüler uns abends zum Pizzaessen. Die letzten Stunden des Abends ließen wir in einer Bar ausklingen.

Montag, 21.10.2019:
Besichtigung der Stadt Murcia

Am Montag waren wir mit den spanischen Austauschpartnern in der regionalen Hauptstadt Murcia. Angekommen in Murcia zeigten uns eine Lehrerin und ein Lehrer unser Partnerschule die Stadt. Wir besichtigten die Kathedrale, das Wahrzeichen der Stadt. Außerdem waren wir in einem Casino, allerdings nicht wie man denkt in einer Spielhalle, sondern in einem wunderschönen Gebäude, das früher ein Treffpunkt für die gehobene Gesellschaft der Stadt war.

Im Anschluss waren wir (einige Schüler) bei KFC, wo wir zu Mittag gegessen haben.

Dienstag, 22.10.2019:
Fahrt in die Küstenstadt Cartagena

Am Dienstag waren wir in Cartagena, wohin wir mit dem Bus ca. 40 Minuten gefahren sind. Als wir in Cartagena angekommen waren, bekamen wir eine Stadtrundfahrt mit dem Bus da sehr schlechtes Wetter war. Danach sind zu einem alten Römischen Theater gelaufen, das in der Nähe eines schönen Aussichtspunktes lag. Nach der kurzen Verschnaufpause gingen wir in ein Museum, das sich in ehemaligen Schutzräumen des Spanischen Bürgerkrieges befindet. Dorthin flüchteten sich Hunderte Bewohner von Cartagena bei Luftangriffen während der Jahre 1936 bis 1939 und konnten so überleben.

Danach hatten wir zwei Stunden Freizeit.

Mittwoch, 23.10.2019:
Outdoortag

Am Mittwoch haben wir uns um 9:30 Uhr an der Schule getroffen und sind nach „El Valle“ gefahren.

Dort wurde uns ein Programm im Freien geboten mit viel Vielfalt. Wir hatten sogar Glück mit dem Wetter, denn nach einem frischen Morgen kam die Sonne heraus und es wurde angenehm warm.

Wir teilten uns in zwei Gruppen auf, damit jeder die Möglichkeit hatte, am Outdoorprogramm teilzunehmen.

So hatten wir die Chance, einen Kletterparkour durchzulaufen, eine Boulderwand hoch zu klettern, eine Runde auf dem Pferd zu drehen, unsere Jagdkünste mit dem Bogen zu beweisen und „Menschen-Kicker“ zu spielen.

Danach ging es schon wieder zurück nach Santomera. Dort hatten wir bis zum Abend Zeit in unseren Gastfamilien.

Um 20:30 Uhr haben wir uns zum Abschiedsessen mit den Austauschfamilien in der Schule getroffen. Um den Abend abzurunden, wurde uns eine Diashow von der gemeinsamen Zeit in Deutschland präsentiert.

Kulturelle Unterschiede

Nicht nur die Namen der Länder, sondern auch die Kulturen unterscheiden sich.

In Spanien darf die berühmte Siesta nach einem anstrengenden Morgen natürlich nicht fehlen. Und während man in Deutschland schon fast zu Bett geht wird hier erstmal das Abendessen aufgetischt. Zitronen im Supermarkt kaufen? Wer kommt denn in Santomera auf diese Idee! Hier geht man einfach zum nächstgelegenen Park und bedient sich, wenn man sie nicht selbst im Garten hat. Die Familie kommt in Spanien auch nicht zu kurz, denn sonntags heißt es: El día de la familia. Hier trifft man sich in seinem kleinen Landhaus und verbringt gemeinsam die Zeit. Egal, ob mit einem spanischen Brettspiel oder einem gemütlichen Nachmittagsspaziergang. Auch das Shoppen gehen ist hier anders. In Deutschland geht man in die Stadt, in Spanien hingegen gibt es Shopping Center so groß wie eine Stadt. 

Auch die Pünktlichkeit ist ein Thema für sich in Spanien. Denn, wenn es heißt, dass die Schule um 8:15 Uhr startet, beginnt sie eigentlich erst um 8:30 Uhr. Und wenn man schon mal beim Thema „Schule“ ist, könnte man auch den Unterschied zu Deutschland erwähnen. Denn während man in Deutschland zu jeder Zeit die Schule frei betreten kann, werden in Spanien große Tore geschlossen, an denen man zuerst klingeln muss, um das Gelände zu betreten.

Das Wetter zählt zwar eigentlich nicht zur Kultur, trotzdem finden wir ist es erwähnenswert. Während wir uns über Sommertemperaturen freuen (zumindest zu Beginn der Reise), gibt es Spanier, die schon die Winterjacke aus dem Schrank holen oder mit Schal und Pullover auf der Straße anzutreffen sind.

Die Schule

Die spanische Schule, die mit unserer Schule jedes Jahr den Austausch organisiert, heißt I.E.S Poeta Julian Andugar und liegt mitten in Santomera.

Während unserem Aufenthalt dort sind uns ein paar Unterschiede zu unserer Schule aufgefallen. Die Schüler dürfen ihre Lehrer zum Beispiel duzen. Das hat uns im ersten Moment erst einmal überrascht, da wir unsere Lehrer in Deutschland siezen und mit „Herr/Frau…“ ansprechen müssen. Es war eine Umstellung, die spanischen Lehrer beim Vornamen anzusprechen.

Die Schüler müssen vielen Regeln folgen, zum Beispiel einem Handyverbot. Außerdem ist das Verlassen des Schulgeländes untersagt. In Deutschland sind die Regeln von Schule zu Schule verschieden, aber an der Johann-Philipp-Bronner-Schule dürfen wir in den Pausen unsere Handys benutzen und Schüler über 18 Jahre dürfen das Schulgelände verlassen. Das Gebäude in Spanien ist ziemlich alt und hat neulich die 50 Jahre geschafft. Die Fenster sind vergittert, aber dafür haben sie in jedem Klassenzimmer Klimaanlagen, um die heißen Temperaturen zu überstehen. Im Gegensatz dazu sieht unser Schulgebäude deutlich moderner und einladender aus.

Die spanische Schule hat keinen Aufenthaltsraum, wie unsere Schule, aber dafür eine Bibliothek. Dort können sich die Schüler aufhalten, wenn sie Freistunden haben oder etwas am Computer nachschauen wollen. Nach jeder Stunde geht eine Sirene los, anstatt einer Klingel. Die Sirene ist sehr laut und schrill, was uns beim ersten Hören ein bisschen erschreckt hat.

Text: Kira Müller, Nina Pabst, Esther van Dort, Alicia Walter, Leandro Bento Lamas, Nico Fischer, Jerry Orschel, Lukas Titze, Maximilian Udluff, Isabell Werner, Lara Fellhauer, Marica Krause, Miriam Laier, Nick Maßholder und weitere

Fotos: Ulrike Berenbold


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16:00 Uhr


17. Juli 2020

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24. Juli 2020

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